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Chronik der K. G. Alt-Severin e. V. 1951

Hans Hirtz 1951–1952
Fred Gipp 1952–1963
Jean Jülich 1963–1968
Helmut Brungs 1968–1969
Heinz Jansen 1969–1997
Peter Zimmermann 1997-2005

Mit den Winzern und Winzerinnen vun d‘r Bottmüll

In der durch die Kriegsjahre des 2. Weltkrieges stark zerstörten Stadt fassten am 6. Januar 1951, dem Dreikönigstag, Hans Hirtz, Peter Friedenburg und Walter Würges im Cafe Hunecke am Chlodwigplatz den Entschluss, ihren Stammtisch in eine Karnevalsgesellschaft umzuwandeln. Dies war die Geburtsstunde unserer Karnevalsgesellschaft "Alt Severin". Mit von der Partie waren Adolf Schmitz, Leni Bröhl und Büb Prang.

Hans Hirtz wurde zum ersten Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Ständiger Zuwachs von Mitgliedern ließ aus dem kleinen Kreis in kurzer Zeit bald einen stattlichen Verein werden.Die ersten Veranstaltungen fanden als karnevalistische Stammtische im Cafe Hunbecke, im nächsten Jahr aber schon im Astoria gegenüber statt.

Peter Friedenburg war der Literat und es traten u. a. die Nachwuchskarnevalisten Fritz Weber, Schlauch und Schläuchelchen, 2 Mösche, Ludwig Sebus, Fibbes Kneip, Geschwister Zimmermann, Willi Klett und Willi Schwidden auf.

Im Sälchen des Astoria wurde im Gründungsjahr die erste Sitzung in der Session 1951/1952 der K. G. Alt-Severin durchgeführt. Den ersten Elferrat bildeten Hans Hirtz (Präsident), Hermann Bröhl, Büb Prang, Adolf Schmitz, Walter Würges, Werner Jentsch, Oskar Heinrich, Jupp Kremer, Fritz Schmalbusch, Jupp Klein und Heinrich Zenzen.

Es fand dann im Jahr 1952 anlässlich des 11.11. im Metropol-Theater in der Annostraße die erste große Veranstaltung der K. G. Alt-Severin statt. Das Metropol-Theater war zu dieser Zeit das größte Lichtspieltheater in Köln und fasste ca. 650 Personen. Bei dieser Veranstaltung stellte die Gesellschaft ihren neuen Präsidenten Fred Gipp vor.

Hans Hirtz wollte lieber im Hintergrund stehen und war vom Amt des Präsidenten zurück getreten. Dem neuen Präsidenten stand Hermann Coenen als Senatspräsident zur Seite.

Der hier erzielte Erfolg beflügelte den Vorstand zu weiteren Veranstaltungen in den verschiedensten Sälen des Vringsveedels, der Altstadt bis hinaus in die Südstadt. Das Metropol-Theater in der Annostraße, das Astoria am Chlodwigplatz, Pütz-Kätt auf der Bonner Straße, der Gereonsbräu in der Ehrenstraße sowie das Bamag-Kasino in der Alteburger Straße waren die Orte, an denen die K. G. Alt-Severin ihre Feiern und Sitzungen durchführte. Getreu dem Motto: MAN SOLL DER MENSCHHEIT FREUDE BEREITEN.

Dem Präsidenten Fred Gipp gelang es in kürzester Zeit, dass die K. G. Alt-Severin als ordentliches Mitglied in das Festkomitee des Kölner Karnevals (FFK) aufgenommen wurde. Dies gab der Gesellschaft die Möglichkeit, erstmals 1955 am Rosenmontag unter dem Motto "LACHENDE STERNE ÜBER KÖLN" in fünf offenen Volkswagen, die bunt mit Sternen übersät waren, als "Sterntaler" teilzunehmen.

Dabei war auch die von Otto Surges im Vorjahr gegründete Tanzgruppe der K. G. Alt-Severin, damals noch unter dem Namen "Ringroller" im Seemannskostüm. Im Jahr 1957 / 1958 wurde diese Gruppe unter dem Namen "WINZER UND WINZERINNEN VUN D´R BOTTMÜLL" erfolgreich unter Jean Jülich weitergeführt.

11. im 11.-Feiern, Stammtische, Sitzungen und Bälle fanden im Senatshotel statt. Literatin war zu dieser Zeit Grete Zimmermann. Sie war die erste Frau auf diesem Posten im Kölner Karneval. Ihr Nachfolger wurde Peter Zimmermann, unser jetziger Ehrenpräsident...

Jean Jülich übernahm dann 1963 das Amt des Präsidenten und die Wolkenburg wurde das neue Domizil für alle Veranstaltungen der Gesellschaft. "Möhneball" an Wieverfasteloovend, "Ball Oriental" am Karnevalssamstag und zwei Herrensitzungen waren über Jahre, neben den Sitzungen mit Damen, die Höhepunkte im Vereinsleben der K. G. Alt-Severin.; nicht zu vergessen die Nachmittagssitzungen für Senioren.

1965 wurde Willi Windeisen zum Senatspräsidenten gewählt. Dieses Amt hatte er 35 Jahre inne. Helmut Brungs übernahm 1968 den Vorsitz in der Gesellschaft. Heinz Jansen wurde 1969 in der Jahreshauptversammlung zum 1. Vorsitzenden und Präsidenten gewählt und sollte dieses Amt bis zu seinem Tode im Jahr 1996 inne behalten. Bereits 1986 wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. 1995 verlieh ihm der damalige FKK Präsident Hans Horst Engels den Verdienstorden in Gold aufgrund seiner Verdienste um den Kölner Karneval.

Die Sitzungen, die jetzt in den Satory-Sälen und einige Jahre später im Gürzenich stattfanden, wurden von Ernst-Walter Hering (Ehrenpräsident der K. G. Alt-Severin und Nestor des Festkomitees), von Richard Eisemann und von Claus Kegelberg geleitet. Rolf-Peter Jansen zeichnete sich ab 1978 als Literat verantwortlich.

Die Winzer und Winzerinnen vun d´r Bottmüll, die Tanzgruppe der K. G. Alt Severin, seit 1958 mit ihren damals neuartigen und artistischen Tänzen Vorbild für so manche neu erstandene Gruppe im Kölner Karneval, eilte von Auftritt zu Auftritt. Einladungen folgten nach Berlin, und München sowie ins benachbarte Ausland, sogar bis nach Tunis. Betreut wurde die Tanzgruppe in dieser Zeit bis 1997 von Lieselotte Jansen.

1997 wurde Peter Zimmermann als neuer 1.Vorsitzender und Präsident gewählt. Zu seinen großen Herausforderungen gehörte es, dem in den letzten Jahren stark durch den Präsidenten Heinz Jansen geprägten Vereinsleben wieder neue Strukturen zu geben. Die Arbeitsgebiete des Vorstandes wurden geordnet und auch ein Senat wurde wieder belebt. Durch seine kommunikative Art schaffte es Peter Zimmermann auch, die Gesellschaft wieder besser in den Kölner Karneval zu integrieren. Leider kam es in seiner Amtszeit auch zu einem Bruch zwischen den damaligen Mitgliedern der Tanzgruppe und dem Verein. Nach acht Jahren erfolgreicher Arbeit hat er noch seinen Nachfolger Hans Jürgen Schmitz in das Amt eingeführt und stand auch danach als Mitglied des Vorstandes stets mit Rat und Tat zur Seite.

Im Jahre 2005 wurde Hans Jürgen Schmitz zum Präsidenten und 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit war in den ersten Jahren eine Verjüngung und Modernisierung des Vereins und seiner Strukturen. Diese Veränderungen wurden behutsam durchgeführt und zeigten nach einigen Jahren erste Erfolge. Der Altersdurchschnitt der Mitglieder und des Vorstandes wurde kleiner, die Zahl der Mitglieder wuchs in jedem Jahr. Die Finanzen des Vereins wurden durch die Gründung einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft neu geordnet und modernisiert. Nicht zuletzt wurde hierdurch auch die Wiederbelebung der Tanzgruppe Winzer und Winzerinnen vun d'r Bottmüll erst ermöglicht.

...Fortsetzung folgt